Inhalt - Budget 2022 - Defizit von CHF 2,2 Mio. erwartet

  • September 17, 2021

Budget 2022 - Defizit von CHF 2,2 Mio. erwartet

Die Gemeinde Muri bei Bern rechnet im Allgemeinen Haushalt für 2022 mit einem Aufwandüberschuss von CHF 2,2 Mio., was gut einem halben Steueranlagezehntel entspricht. Dieses Defizit soll über die bestehenden Reserven finanziert werden.

Der Gemeinderat von Muri bei Bern hat das Budget 2022 zuhanden des Grossen Gemeinderates verabschiedet. Er hält an der bisherigen Steueranlage von 1,14 fest. Dank der hohen Reserven von 10 Steueranlagezehnteln – gebildet aus Ertragsüberschüssen aus den Vorjahren – kann das Minus ohne Veränderung der Steueranlage getragen werden.

Im Vergleich zum Budget 2021 ist der im kommenden Jahr erwartete Aufwandüberschuss um CHF 1,7 Mio. geringer. Der Hauptgrund liegt darin, dass die im letzten Jahr erwarteten Rückgänge im Steuerertrag wegen Corona doch nicht so hoch ausfallen sollten, wie damals angenommen. Auf der anderen Seite wurden auch leicht höhere Beträge beim Personal- und Sachaufwand in die Budgetierung aufgenommen. Ebenso wird für das kommende Jahr eine leichte Erhöhung der Leistungen an die kantonalen Finanz- und Lastenausgleiche erwartet. Diese sind insgesamt mit CHF 32,4 Mio. budgetiert und entsprechen 65 % der Gesamtsteuereinnahmen.

Der Investitionsplan sieht für die Jahre 2021 bis 2026 Nettoinvestitionen von total CHF 69,5 Mio. (Vorjahr CHF 73,3 Mio.) vor, was einem jährlichen Durchschnitt von CHF 11,6 Mio. entspricht. Die grossen Projekte betreffen die Sanierungen verschiedener Schulanlagen sowie des Gemeindehauses.

Die Finanzplanung 2021 bis 2026 zeigt auf, dass bei gleichbleibender Steueranlage auch im Jahr 2023 noch eine Unterdeckung von CHF 1,3 Mio. (⅓ Steueranlagezehntel) zu erwarten ist, während ab 2024 und den Folgejahren mit nahezu ausgeglichenen Ergebnissen im Finanzhaushalt gerechnet wird, weil sich dieser bis dahin von den Corona-Auswirkungen erholt haben sollte. Die Gemeinde Muri bei Bern wird sich also auch in Zukunft als eine der steuerattraktivsten Gemeinden des Kantons Bern auszeichnen können.

Gemäss den Planungen werden in den kommenden Jahren die hohen anstehenden Investitionen die Schuldenentwicklung belasten. Es besteht nach wie vor ein Zielkonflikt, dass mittelfristig (ohne die von den Corona-Auswirkungen geprägten Jahre 2021 bis 2023) genügend Mittel für einen ausgeglichenen Finanzhaushalt zur Verfügung stehen, jedoch die Schulden aufgrund der anstehenden grossen Sanierungsinvestitionen ansteigen. Der Gemeinderat ist sich dieser Problematik bewusst, will aber an den geplanten Sanierungen festhalten. Er wird sich in den nächsten Jahren mit der Schuldensituation auseinandersetzen und weitergehende Lösungsansätze diskutieren.

Der Gemeinderat will die Attraktivität der Gemeinde unter den verschiedenen Titeln wahren. Die hohen Standards in den verschiedenen Bereichen sollen erhalten bleiben, soweit dies die finanziellen Möglichkeiten zulassen. Er wird weiterhin bei der Führung des Finanzhaushaltes grossen Wert auf Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit legen.


Muri bei Bern, 15. September 2021
GEMEINDERAT MURI BEI BERN