Inhalt - Eine Neuüberbauung an der Füllerichstrasse

  • Februar 28, 2019

Eine Neuüberbauung an der Füllerichstrasse

An der Füllerichstrasse 55/57, dort wo heute Post und TeleCom-Shop beheimatet sind, soll ein Neubau mit Wohn- und Dienstleistungsnutzung entstehen. Die Ergebnisse des Gesamtleistungswettbewerbs, den die Gemeinde letztes Jahr durchführte, werden vom 6. bis 15. März im Gemeindehaus öffentlich ausgestellt.

Kurz nachdem das Muriger Parlament einem Hochhausprojekt südlich des Bahnhofs Gümligen zugestimmt hat, rückt ein Gebiet in den Planungsfokus, das nur einen Steinwurf davon entfernt, in der Entwicklung aber schon einen Schritt weiter ist. Es handelt sich um die Liegenschaft an der Füllerichstrasse 55/57. Dieses Ladenzentrum um den Friedrich-Glauser-Weg hat seit dem Umzug des Coop ins benachbarte Zentrum Moos an Attraktivität eingebüsst. Immerhin sind mit der Post und dem TeleCom-Shop der Gemeindebetriebe (gbm) heute noch immer zwei Anbieter eingemietet, die für etwas Frequenz sorgen. Jetzt möchte die Gemeinde die erneuerungsbedürftigen Liegenschaften an der Füllerichstrasse 55 und 57 durch einen Neubau ersetzen. Der Einzelhandelsstandort im Zentrum von Gümligen soll mit dieser Entwicklung wieder gestärkt werden.

Hochwertige und dichte Neuüberbauung
Die Gemeinde hat sich teilweise direkt, teilweise über ihre Tochter Gemeindebetriebe Muri (gbm) frühzeitig das Land gesichert und strebt dort eine hochwertige und dichte Überbauung an. In die Planung könnte später auch die Liegenschaft Turbenweg 2 integriert werden (Stockwerkeigentum im Baurecht). Dort sind heute im Erdgeschoss eine Apotheke und ein Denner ansässig.

Gesamtleistungswettbewerb
Die angestrebte Entwicklung soll allen wesentlichen politischen Zielsetzungen der Gemeinde Rechnung tragen (Räumliches Leitbild, Altersleitbild, Richtplan Energie, Liegenschaftsstrategie). Daher hat die Gemeinde im letzten Jahr für die Liegenschaften Füllerichstrasse 55 und 57 einen Projektwettbewerb für Planer und Investoren (Gesamtleistungswettbewerb) durchgeführt. Im Unterschied zu einem reinen Architekturwettbewerb wird bei diesem Verfahren nicht nur eine architektonisch-städtebauliche Überbauungslösung gesucht, sondern zugleich ein Investor, der ein Gesamtpaket anbietet. Dieser übernimmt die Planung, Finanzierung, Realisierung und den späteren Betrieb der Neuüberbauung. Für die Ausführung des Bauwerks muss der Anbieter eine verbindliche Baurechtsofferte einreichen. Im Gegenzug darf er auf dem Areal während 80 Jahren eine Überbauung erstellen und betreiben.

Ausstellung im Gemeindehaus
Das Ergebnis des Wettbewerbs mit allen acht Eingaben wird der Öffentlichkeit im Rahmen einer Ausstellung vorgestellt. Vom 6. bis 15. März sind die Arbeiten der Teams im Attika des Gemeindehauses, Thunstrasse 74, 3074 Muri bei Bern, zu den regulären Öffnungszeiten ausgestellt.

Volksabstimmung zum Baurechtsvertrag
Der Baurechtsvertrag fällt in die Kompetenz des Stimmvolkes, ebenso wie die Bestimmungen zur «Zone mit Planungspflicht». Die beiden Geschäfte werden voraussichtlich gegen Ende 2019 zur Abstimmung gebracht.

Der Tee der drei alten Damen
Das Siegerprojekt des Gesamtleistungswettbewerbs heisst «Der Tee der drei alten Damen», in Anlehnung an einen Roman von Friedrich Glauser, der der angrenzenden Begegnungszone den Namen gab. Hinter dem Projekt stehen als Baurechtsnehmer die Helvetia Lebensversicherungsgesellschaft (Basel) gemeinsam mit der Halter AG und der Genossenschaft «Wir sind Stadtgarten» (Bern). Für die Architektur zeichnet das Berner Büro GWJ Architektur verantwortlich.

Detaillierte Informationen ab 6. März auf: www.muri-guemligen.ch > Ortsplanung

Muri bei Bern, 27. Februar 2019
GEMEINDERAT MURI BEI BERN