Inhalt - Die Gemeinde Muri bei Bern übernimmt eine Vorreiterrolle in der ICT-Ausrüstung ihrer Schule

  • Oktober 30, 2017

Die Gemeinde Muri bei Bern übernimmt eine Vorreiterrolle in der ICT-Ausrüstung ihrer Schule

Am 24. Oktober 2017 genehmigte das Parlament von Muri bei Bern einstimmig einen Rahmenkredit über 1,5 Mio. für die Umsetzung eines modernen ICT-Gesamtkonzepts. Damit wurde die Grundlage gelegt, die Forderungen des Lehrplans 21 gemäss den Empfehlungen der Erziehungsdirektion zu erfüllen.

Bereits in den letzten zwei Jahren legte die Gemeinde Muri bei Bern die Basis für eine moderne ICT-Infrastruktur in ihren Schulen: Ein flächendeckendes, leistungsstarkes WLAN-Netz wurde eingerichtet, die Lehrpersonen sind mit persönlichen Notebooks ausgerüstet und eine umfassende Datenablagestruktur in einer datenschutzrechtlich unbedenklichen Cloud eingerichtet. Mit dem besagten Rahmenkredit wird es nun möglich sein, auch die Schülerinnen und Schüler zukunftsorientiert auszurüsten. Gemäss dem erstellten ICT-Gesamtkonzept sollen pro Kindergarten je zwei Tablets, pro 1. und 2. Klasse je sechs Tablets und pro 4. und 5. Klasse je 12 Tablets zur Verfügung stehen. Ab dem fünften Schuljahr erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Notebook, welches zwar weiterhin im Besitz der Schule bleibt (keine Abgabe oder «Bring your own device»), aber personifiziert sein wird.

Damit katapultiert sich die ICT-Infrastruktur der Schule Muri bei Bern von der Regionalliga in die Champions League, wie dies der GPK-Sprecher Daniel Arn anlässlich der Parlamentssitzung vom 24. Oktober treffend formulierte. Die Gemeinde Muri bei Bern nimmt damit ihre Verpflichtung ernst und rüstet die Schulen gemäss den Empfehlungen der Erziehungsdirektion («Medien und Informatik in der Volksschule, Empfehlungen an die Gemeinden und an die Schulleitungen») vorbildlich aus: Ab dem fünften Schuljahr existiert für die Jugendlichen eine 1:1 - Ausrüstung.

Dies ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit und höchstwahrscheinlich auch nicht für alle Gemeinden (finanziell) möglich. «In unserem Leitbild verpflichtet sich die Gemeinde zu einem qualitativ hochstehenden Bildungsangebot, das allen Kindern und Jugendlichen optimale Aus- und Weiterbildungschancen ermöglicht», begründete der für die Bildung zuständige Gemeinderat Stephan Lack anlässlich der Parlamentssitzung die grosse Investition. Muri bei Bern hat damit die Zeichen der Zeit und die unaufhaltsam fortschreitende Digitalisierung erkannt. Die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde werden damit im Hinblick auf ihre berufliche Zukunft bestens gerüstet sein. Stephan Lack umschrieb die Situation mit den folgenden Worten treffend: «Die Digitalisierung schreitet rasant und unaufhaltsam voran. Die Arbeitswelt verändert sich. Schon bald benötigen wir in 90 % aller Berufe digitale Kompetenzen. Gewohnte Arbeitsplätze werden verschwinden, neue werden entstehen. Die Digitalisierung wird zu einem tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel führen. Und die Digitalisierung wird auch die Volksschule grundlegend verändern». Muri bei Bern hat diese spannende Herausforderung angenommen.

Muri b. Bern, 30. Oktober 2017