Inhalt - Aareweg

  • September 19, 2017

Aareweg

Gemeinderat gibt hydrogeologisches Gutachten in Auftrag

Der Gemeinderat von Muri bei Bern gibt ein zusätzliches Gutachten in Auftrag, das die Risiken untersuchen soll, die bei einer Verlegung des Aarewegs für die Trinkwasserfassung Wehrliau entstehen könnten. In Absprache mit den Petitionären und dem Kanton wird dafür ein unabhängiger Experte bestimmt. Weiter will sich der Gemeinderat dafür einsetzen, dass der Kanton bereits auf den kommenden Winter hin Sofortmassnahmen zum Schutz des bestehenden Aarewegs trifft.

Gefährdet die umstrittene Verlegung des Aarewegs zwischen Parkplatz Wehrliau und dem Muribad die Trinkwasserfassung in der Wehrliau? Verschiedene Untersuchungen des Kantons kommen zum Schluss, dass eine Verlegung verantwortbar ist. Diese Frage soll eine weitere Fachperson prüfen, unabhängig von den Resultaten der bisher vorhandenen hydrogeologischen Studien. Auf dieses Vorgehen, das auch der Kanton stützt, hat sich der Gemeinderat mit den Petitionären geeinigt. Letztere hatten Ende Mai eine von über 3000 Personen unterschriebene Petition eingereicht, die vom Gemeinderat verlangt, sich beim Kanton für die Erhaltung des bestehenden Aarewegs mittels «harter» Verbauungsmassnahmen einzusetzen. Die Petitionäre befürchten, dass im Zuge einer Wegverlegung das Grundwasser und damit die Trinkwasserfassung Wehrliau in Mitleidenschaft gezogen werden könnte.

Expertenwahl: Petitionäre reden mit
Bei der Wahl des unabhängigen Experten haben sowohl die Petitionäre wie auch der Kanton Mitspracherecht. Der Gemeinderat wird ihnen drei mögliche Personen zur Auswahl stellen. «Es ist wichtig, dass alle involvierten Parteien hinter dem beauftragten Experten stehen können», betont Gemeindepräsident Thomas Hanke, «nur so ist gewährleistet, dass das Ergebnis der Untersuchung auf Akzeptanz stossen wird.»

Sofortmassnahmen zum Schutz des Aaredamms
Um der Gefahr vorzubeugen, dass der Aaredamm in den nächsten Monaten weiter erodiert, setzt sich der Gemeinderat für Sofortmassnahmen ein. Der Kanton hat schon Anfang September seine Bereitschaft signalisiert, entsprechende provisorische Massnahmen kurzfristig umzusetzen, sofern diese bewilligungsfähig sind. Das kantonale Tiefbauamt wird Vorschläge für Sofortmassnahmen einbringen und diese mit allen Beteiligten absprechen.