Inhalt - Schliessung der Asylunterkunft Siloah Gümligen

  • März 29, 2017

Schliessung der Asylunterkunft Siloah Gümligen

Die Notunterkunft für Asylsuchende in Gümligen (NUK Siloah) wird per 31. März 2017 geschlossen. Die Schliessung ist möglich, da die Anzahl der Asylgesuche tiefer als erwartet ausgefallen ist und weiterhin sinkt. Der Bund weist dem Kanton Bern daher weniger Asylsuchende zur Unterbringung und Betreuung zu. Die Asylunterkunft Siloah wird in die strategische Reserve des Kantons überführt. Im Bedarfsfall kann sie so innert Monatsfrist erneut für Asylsuchende bereitgestellt werden.

In Folge einer in diesem Ausmass noch nie dagewesenen Migrationsbewegung nach Europa wurden im Jahr 2015 in der Schweiz knapp 40'000 Asylgesuche eingereicht. Der Kanton Bern musste laufend nach neuen Unterkünften für Personen des Asylbereichs suchen. Seit August 2015 waren in der Asylunterkunft Siloah zeitweise bis zu 100 Asylsuchende einquartiert.

Die Anzahl der im Jahr 2016 eingereichten Asylgesuche lag - entgegen der Prognose des Staatssekretariats für Migration - deutlich unter der Vorjahreszahl. Mit rund 27'000 eingereichten Asylgesuchen entsprach die Anzahl einem ähnlichen Niveau wie vor 2015. Deshalb ist zurzeit eine grosse Anzahl der Unterbringungsplätze in den bernischen Kollektivunterkünften nicht besetzt. Vorzugsweise will der Kanton Bern die vom Bund zur Unterbringung und Betreuung zugewiesenen Menschen in oberirdischen Unterkünften beherbergen.

Der reibungslose Betrieb der Notunterkunft Siloah war nur dank der offenen Haltung der Bevölkerung der Gemeinde Muri bei Bern und insbesondere der unmittelbaren Nachbarschaft möglich. Der Gemeinderat bedankt sich dafür bei der Bevölkerung von Muri bei Bern - aber auch bei allen beteiligten Institutionen - ganz herzlich.

GEMEINDERAT MURI BEI BERN
Muri bei Bern, 29.03.2017