Inhalt - Aufhebung der Zebrastreifen in den Tempo-30-Zonen

  • Mai 10, 2016

Aufhebung der Zebrastreifen in den Tempo-30-Zonen

In den vergangenen Wochen wurden in diversen Tempo-30-Zonen in Muri bei Bern die Zebrastreifen demarkiert.

Gemäss den geltenden Bundesvorschriften sind Zebrastreifen in Tempo-30-Zonen grundsätzlich unzulässig; ausgenommen sind solche, die sich in unmittelbarer Nähe einer Schule oder eines Heims befinden.

Die fehlenden Zebrastreifen wecken oft Unsicherheiten, insbesondere bei Eltern kleiner Kinder. Gemäss bfu (Beratungsstelle für Unfallverhütung) und den Verkehrsspezialisten der Kantonspolizei Bern sind diese Ängste aber unbegründet: Einerseits sind die Zufussgehenden auf den Zebrastreifen vortrittsberechtigt, anderseits garantieren diese aber keine Sicherheit. Die Annahme, dass ein Zebrastreifen den Zufussgehenden beim Queren der Fahrbahn den nötigen Schutz bietet, ist erwiesenermassen falsch. Zebrastreifen sind eine reine Markierung und zeigen einzig die juristische Umkehr des Vortrittsrechts auf der Fahrbahn zu Gunsten des querenden Fussverkehrs an. Zebrastreifen mit einer zu geringen Frequenz gelten als unsicher, da der motorisierte Verkehr zu wenig aufmerksam wird. Ein Zebrastreifen muss eine Frequentierung von 50 Zufussgehenden während den Spitzenstunden aufweisen, dass er als „sicher“ gilt. Dies ist in den meisten Quartieren oftmals nicht der Fall.

Wichtig ist, dass sich kleine Kinder auch in der 30-Zone nach dem Merksatz „warte, luege, loufä“ verhalten. Sie sollen die Strasse dort überqueren, wo die Sicht für sie optimal ist. Als Querungshilfen werden an verschiedenen Orten „Füsschen“ markiert.

BAUVERWALTUNG MURI BEI BERN