Inhalt - Ortsplanungsrevision 2012; Verabschiedung durch den Gemeinderat

  • Januar 13, 2012

Ortsplanungsrevision 2012; Verabschiedung durch den Gemeinderat

Der Gemeinderat von Muri bei Bern hat an seiner letzten Sitzung die Ortsplanungsrevision 2012 (OPR 12) zuhanden des Parlaments verabschiedet. Er empfiehlt dem Parlament, dem Volk betreffend Grösse der Grenzabstände zwei Varianten zur Abstimmung zu unterbreiten.

Die im Herbst 2011 durchgeführte öffentliche Auflage von Baureglement und Zonenplan hat nur zu wenigen punktuellen Änderungen geführt. Die einzige wesentliche Änderung betrifft die Grösse der Grenzabstände. Im Sinne eines haushälterischen Umgangs mit dem verfügbaren Boden (Verdichten nach Innen) hält der Gemeinderat zwar grundsätzlich an seinem Antrag fest, die Grenzabstände in den meisten Wohnzonen auf neu 10m (bisher 13m grosser Grenzabstand) bzw. 5m (bisher 6m kleiner Grenzabstand) zu reduzieren (Hauptantrag). Er empfiehlt dem Grossen Gemeinderat jedoch, dem Volk als Variantenvorschlag auch die heutigen Grenzabstände zur Abstimmung zu unterbreiten. Mit Hilfe einer Stichfrage sollen die Stimmberechtigten ihre Meinung zu dieser Frage differenziert zum Ausdruck bringen können. Die Gemeinde Muri bei Bern hat heute im Vergleich zu anderen bernischen Agglomerationsgemeinden überdurchschnittlich grosse Grenzabstände.

Während der Auflagefrist sind 46 Einsprachen eingegangen, davon 37 von Einzelpersonen. Nicht weniger als 16 davon betreffen die heute nicht sachgerechte Abgrenzung zwischen Siedlungs- und Naturschutzgebiet am Aarehang. Der Gemeinderat wollte diese planerischen Ungenauigkeiten aus den 70er Jahren mit der OPR 12 bereinigen, was vom Kanton im Rahmen der Vorprüfung indessen als verfahrensmässig nicht zulässig bezeichnet wurde. Diese Meinungsdifferenz, die noch ausgeräumt werden muss, beeinträchtigt die Umsetzung der Revision jedoch nicht.

Die Behandlung der OPR 12 erfolgt an der Parlamentssitzung vom 21. Februar 2012.


GEMEINDERAT MURI BEI BERN